1981
Uwe Kummer, Markus Rüttiger und Hartmut Sigel mobilisierten alte Kameraden und der Fanfarenzug erhielt dadurch einen neuen Aufschwung und frisches Blut. Er gewann an neuen Mitgliedern, Julius Bott übernahm die Aufgabe des Tambourmajors.
Auftritte spielte man zu dieser Zeit in weißem Hemd und schwarzer Hose.

 

1983
Zwei Jahre nach dem Generationenwechsel entwarf Otto Gann die neue Landsknechtuniform. Bestehend aus Wams, schwarzer Hose, Stiefeln und Barett - in den Farben Schwarz und Bordeauxrot.

Neue Landsknechtuniform, 1983
Neue Landsknechtuniform, 1983

 

1984
Schnell gewann man wieder an Zuspruch. So kam es, dass man das erste Mal zum Kölner Rosenmontagszug eingeladen wurde. Im ersten Jahr wurden die Kostüme, wie bei den anderen Musikgruppen auch, durch das Festkomitee gestellt. Bereits im zweiten Jahr durfte man in der eigenen Uniform spielen, da sie gut zu den damaligen Farben der Tanzgruppe passte.

 

Der Rosenmontagszug in Köln ist bekannt für seine Unmengen an Wurfmaterial aus Blumen, Schokolade und Bonbons – vor allem mit Letzterem machten die Männer im ersten Jahr eine schlechte Erfahrung: Es hing so viel klebrige Masse an ihren Schuhen, dass in den darauffolgenden Jahren nach dem Umzug der Bus nur noch mit Hausschuhen betreten werden durfte.

 Rosenmontagszug Köln, 1984
Rosenmontagszug Köln, 1984

 

Rosenmontagszug Köln, 1984
Rosenmontagszug Köln, 1984

 

1985
Der Fanfarenzug begleitete den Fellbacher Carneval Club von nun an zehn Jahre lang durch die Kampagne. Man spielte zum Ein- und Ausmarsch, sowie zu zahlreichen eigenen Auftritten während der Veranstaltungen. Oft waren es bis zu acht Auftritte an einem Abend.
Dazu kamen gemeinsame Auftritte bei den Sixdays, einem Sechs-Tage-Radrennen in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyerhalle.
Ebenso unternahm man 1995 einen gemeinsamen Ausflug an den Comer See in Norditalien.
Auch heute pflegt der Fanfarenzug noch eine gute Beziehung nach Fellbach und unterstützt den Carneval Club musikalisch bei einigen Veranstaltungen.

 

1987
Zum ersten Mal fuhr der Fanfarenzug auf die Iberische Halbinsel. Eine einwöchige Tournee durch den Süden Spaniens – Callela sollte das Ziel sein. An einem eintägigen Ausflug ging es nach Barcelona zum ‘III. Festival Juvenil International de Musica‘, einem Musikertreffen mit Ritterspielen und Hexenverbrennung. Dort spielte man vor 3000 Zuschauern in der Arena auf ‘Castell Medieval‘. Als Vertreter der Region wurden die Kameraden von Stadt und Land für diese Reise finanziell unterstützt.
Die Zeit in Spanien gefiel allen sehr gut, sodass dies nicht der letzte Besuch bleiben sollte.


Neben der Spanienreise ging es in diesem Sommer das erste Mal in die Hansestadt Hamburg. Dort nahm man an der Musikparade zum Hamburger Hummelfest teil. Es folgten in den darauffolgenden Jahren noch 3 weitere Teilnahmen.

Fanfarenzug in Hamburg, 1987
Fanfarenzug in Hamburg, 1987

 

1988
Der Anteil der Feuerwehrmänner in der Truppe wurde immer kleiner. So folgten, auch aus versicherungstechnischen Gründen, die Abkopplung aus dem Bereich der Feuerwehr und die Eintragung ins Vereinsregister. Martin Mareska hatte sich als Vorstand dieser Aufgabe angenommen.
Ebenfalls konnte in diesem Jahr der frisch gegründete Verein auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde am Festwochenende im Juni mit einer Hallenveranstaltung, dem Sonnwendfeuer und einer Ausfahrt nach Wildberg ausgiebig gefeiert.

Nach kurzer Erholung während der Sommermonate folgte im Herbst eine weitere Ausfahrt nach Hamburg-Stellingen, dort feierten Musikkameraden ihr 100-jähriges Bestehen. Ebenso stand eine weitere Reise nach Spanien an, nach Salou in der Provinz Tarragona.

 

Anlässlich des Jubiläums richtete man beim Sonnwendfeuer einen musikalischen Wettstreit aus, Ziel war auf der Fanfare den längsten Ton auszuhalten. Schiedsrichter des Wettbewerbs waren die Stadträte Roland Prohaska (SPD) und ‘Trommler‘ Helmut Kadasch (CDU). Die größte Ausdauer hatte neben den Schiedsrichtern Winfried Diebold und gewann somit ein Erlebniswochenende mit dem Fanfarenzug in Spanien.

 1992
„Der Kaiser besucht die Stadt“ - unter diesem Motto stand der Umzug zum 750-jährigen Stadtjubiläum. In historischen Gewändern nahmen an diesem Umzug acht Bläser und Trommler teil.

Historischer Umzug Weil der Stadt, 1992
Historischer Umzug Weil der Stadt, 1992

 

Zum ersten Mal richtete der Verein das Maibaumstellen auf dem Marktplatz aus. Um sich finanziell vor schlechtem Wetter am Sonnwendfeuer absichern zu können, entschloss man sich die vergessene Tradition wieder aufleben zu lassen.

 

Da man der Technik der Schwalben nicht richtig getraut hat wurde zur Absicherung ein Kranwagen als Hilfe genommen. Aus Furcht vor dem Ausgang der Aktion hat sich der damalige Vorstand hinter dem „Bartel-Eck“ versteckt, bis der Baum sicher stand.

Im Herbst des Jahres stand die dritte und vorerst letzte Reise nach Spanien an, wie schon 1987 nach Callela.